Logo:Logo Kopf Feuerwehr
  • Schrift:  clear  clear
 Einsatz > Leitfunkstelle >

Leitfunkstelle

Stadt und Landkreis Kassel betreiben bei der Berufsfeuerwehr Kassel gemeinsam für ihre Feuerwehr- und Rettungsdienstbereiche eine integrierte Leitfunkstelle. Diese bedient die eingehenden Notrufe und Hilfeersuchen aus dem Stadtgebiet und aus den 29 Städten und Gemeinden des Landkreises in den Bereichen

  • des Brandschutzes,
  • der Hilfeleistung,
  • des Rettungsdienstes und
  • des Katastrophenschutzes.


Das speziell ausgebildete Leitstellenpersonal (Einsatzsachbearbeiter) nimmt die Notrufe und Hilfeersuchen entgegen, wertet sie aus und sorgt für eine schnelle und gezielte Hilfe. Dafür stehen den Feuerwehrbeamten in der Funktion des Einsatzsachbearbeiters sechs computergestützte Arbeitsplätze zur Verfügung.

Neben der Technikunterstützung werden an das Leitstellenpersonal hohe Anforderungen gestellt. Sie müssen stets Überblick über mehrere gleichzeitig laufende Einsätze haben. Das erfordert Abstimmung, Teamfähigkeit, Konzentration, Stressresistenz und Fachwissen.


Aufgaben

Als Einsatzzentrale der nicht-polizeilichen Gefahrenabwehr koordiniert und lenkt die integrierte Leitfunkstelle täglich rund 180 Einsätze. Jeder einzelne Einsatz besteht aus der Annahme des Hilfeersuchens, der Abfrage und Erfassung im Computer. Aufgrund dieser Informationen alarmiert das Leitstellenpersonal die notwendigen Einsatzkräfte und unterstützt diese im weiteren Einsatzverlauf. Dazu gehören unter anderem das Benachrichtigen von Fachleuten, das Nachalarmieren von weiteren Einsatzkräften, die Informationsgewinnung aus Datenbanken sowie die Einsatzdokumentation.

Neben den Tätigkeiten der Einsatzabwicklung führt die Leitfunkstelle für ihren Rettungsdienstbereich eine Übersicht über die Aufnahmekapazität in den Krankenhäusern. Dadurch hat die Leitfunkstelle die Möglichkeit, im Rettungsdiensteinsatz einen Behandlungsplatz gezielt zu vermitteln.

Als Leitfunkstelle erfüllt sie zusätzlich noch eine übergeordnete Funktion. Sie ist gleichzeitig eine unterstützende und weisungsbefugte Einrichtung für die Leitstellen der Landkreise Schwalm-Eder, Werra-Meißner und Waldeck-Frankenberg. Dies beinhaltet:

  • Einsatzunterstützung bei größeren auch überregionalen Schadensfällen
  • Funküberwachung
  • Zuteilung von Funkkanälen
  • Rufkombinationen von Sirenen und Funkalarmempfängern

 


Einsatzleitrechner

Das Herzstück der integrierten Leitfunkstelle ist der Einsatzleitrechner. Er ist ein elektronisches Datenverarbeitungssystem zur Unterstützung und Bewältigung der Einsatzbearbeitung. Hierzu gehören:

  • Aufzeigen des Einsatzstatus sämtlicher Einsatzfahrzeuge
  • Erfassen der laufenden und anstehenden Einsätze
  • Alarmierungsvorschläge
  • Einsatzdokumentation und Archivierung
  • Datenbank
  • Einsatzrelevante Stammdaten
  • Brandmeldeanlage mit rund 400 angeschlossenen Objekten

 

Gleichzeitig verfügt die Software über eine graphische Darstellung des Einsatzortes durch Einblenden des zugehörigen Kartenausschnittes.

Da der Einsatzleitrechner für die Sicherheit von rund 440 000 Einwohnern in Stadt und Landkreis Kassel mitverantwortlich ist, werden an ihn hohe Sicherheitsansprüche gestellt.

Damit es nicht zu einem Ausfall der Leitfunkstellentechnik kommen kann, ist das elektronische Datenverarbeitungssystem redundant ausgelegt. Sollte also einer der beiden Server ausfallen, übernimmt der zweite identisch arbeitende Server die Aufgaben.

Veröffentlicht am:   30. 09. 2016