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24.02.2015 - Verpuffung bei Chemieunterricht

Um 12.33 Uhr rückte der Gefahrgutzug der Berufsfeuerwehr Kassel zu einem gemeldeten Chemieunfall in der Reformschule Kassel aus.

Zeitgleich wurden Unterstützungskräfte des Gefahrgutzuges des Landkreis Kassel und der Freiwilligen Feuerwehr Kassel alarmiert. Zum Einsatz kamen auch der Rettungsdienst Kassel und ein Notarzt, sowie die Polizei.
Während des Chemieunterrichts kam es beim Umgang mit geringen Mengen rotem Phosphor zu einer Verpuffung. Dabei zerbarst ein Kunststoffgefäß, wodurch sich ein Schüler Schnittverletzungen zuzog. Der Klassenraum und der Gebäudeteil in dem sich der Chemieraum befindet wurden geräumt. Die Feuerwehr kontrollierte die Räume unter Atemschutz und beseitigte geringe Reste des verpufften Stoffes. Insgesamt wurden acht Personen, darunter der Lehrer, verletzt. Nach der Begutachtung durch den Notarzt wurden sechs Verletzte durch den Rettungsdienst zur Kontrolle Kasseler Kliniken zugeführt. Zwei Personen wurden ambulant behandelt. Neben den Schnittverletzungen eines Schülers handelte es sich im wesentlichen um Kopfschmerzen bzw. Schockreaktionen.
Das Gebäude wurde nach Beendigung des Einsatzes wieder für den Unterricht freigegeben. Lediglich der Chemieraum wurde für einen Tag gesperrt. Sachschäden gab es nur in geringem Umfang und auch die Verletzungsmuster können zum jetzigen Zeitpunkt als leicht angesehen werden.

Der Einsatz war nach ca. einer Stunde beendet. An dem Einsatz waren ca. 40 Einsatzkräfte beteiligt.